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Kurzvergleiche

Glasfaser für Geschäftsstandorte: Verfügbarkeit prüfen

Bei Fibre to the Home (FTTH) reicht die Glasfaser bis in die Wohnung oder ins Geschäft.

Warum die Glasfaserverfügbarkeit am Geschäftsstandort zählt

Bei Fibre to the Home (FTTH) reicht die Glasfaser bis in die Wohnung oder ins Geschäft. Die Technologie ermöglicht Bandbreiten im Gigabitbereich und ist für Geschäftsstandorte mit mehreren gleichzeitigen Anwendungen relevant.

Glasfaser überträgt mehr Daten gleichzeitig und schneller als Kupferdraht oder Koaxialkabel. Das BAKOM nennt als Beispiel Fernsehen in hoher Auflösung, E-Mails und einen Videodownload zur selben Zeit.

Die tatsächliche Geschwindigkeit an einer Geschäftsadresse kann von der Angabe für die Gemeinde abweichen. Unternehmen sollten deshalb vor einem Umzug, einer Miete oder einem Ausbau die konkrete Adresse prüfen und die Gebäudeverkabelung klären.

Breitbandatlas: das offizielle Prüfinstrument für die Schweiz

Der Breitbandatlas des Bundesamts für Kommunikation (BAKOM) ist eine interaktive Anwendung mit 17 Karten: 14 zeigen die Festnetzabdeckung, drei die Mobilfunkverfügbarkeit. Die Festnetzkarten weisen Download- und Upload-Geschwindigkeiten, Gebäudeanschlussarten wie Kupfer, Koaxialkabel und Glasfaser sowie aktive Anbieter im Gebiet aus.

Die Festnetzdaten werden in Planquadraten von 250 m × 250 m dargestellt, die Mobilfunkabdeckung in Quadraten von 100 m × 100 m. Der Atlas wird zweimal jährlich aktualisiert; zusätzlich gibt es eine Auswertung der Breitbandabdeckung nach Gemeinde.

Seit dem Update Anfang Juni 2026 berücksichtigt die Berechnung Gebäude mit Wohn- oder Geschäftseinheiten. Gebäude ohne Wohn- oder Geschäftsnutzung, etwa Scheunen und Garagen, werden nicht mehr erfasst; dadurch fallen die ausgewiesenen Abdeckungsraten in der Regel höher aus.

Breitbandatlas: Karten, Raster und Updates

  • Karten insgesamt17
  • Festnetzkarten14
  • Mobilfunkkarten3
  • Raster Festnetz250 m × 250 m
  • Raster Mobilfunk100 m × 100 m
  • Aktualisierungzweimal jährlich
  • UpdateAnfang Juni 2026

Glasfaserkarte richtig lesen: FTTB, FTTH und der Gebäudeanteil

Die Karte «Verfügbare Anschlussarten Glasfaser FTTB/FTTH» zeigt den Anteil der Gebäude, in denen ein Glasfaseranschluss angeboten wird. Grundlage sind die Gebäudeeingänge für Wohn- oder Geschäftsnutzung gemäss Bundesamt für Statistik.

Fibre to the Building (FTTB) bedeutet, dass die Glasfaser mindestens bis zum Gebäude reicht. Bei Fibre to the Home (FTTH) wird sie durch die interne Verkabelung bis in die Wohnung oder ins Geschäft geführt.

Ein farbiges Planquadrat belegt daher nur ein Glasfaserangebot bis zum Gebäude. Ob der Anschluss bis ins Geschäft reicht, muss das Unternehmen separat mit dem Anbieter und der Gebäudeverwaltung klären.

FTTB und FTTH: Was die Karte zeigt

  • FTTBGlasfaser reicht mindestens bis zum Gebäude.
  • FTTHGlasfaser wird durch die interne Verkabelung bis in die Wohnung oder ins Geschäft geführt.
  • KartenaussageEin farbiges Planquadrat belegt ein Glasfaserangebot bis zum Gebäude, nicht zwingend bis ins Geschäft.
  • Zu klärenOb der Anschluss bis ins Geschäft reicht, muss separat mit Anbieter und Gebäudeverwaltung geklärt werden.

Grenzen der Karten: freiwillige Daten und grobe Raster

Die Beteiligung der Netzbetreiber am Breitbandatlas ist freiwillig. Betreiber ohne gemeldete Versorgungsdaten erscheinen nicht auf den Karten; die teilnehmenden Betreiber sind für die Korrektheit ihrer Angaben verantwortlich.

Der Atlas zeigt die Festnetzdaten aggregiert pro Planquadrat und ohne Gewähr. Das Raster lässt keine verbindliche Aussage zu einer einzelnen Geschäftsadresse zu.

In der BAKOM-Übersicht «Verlegung der Glasfaser in der Schweiz» sind unter anderem CKW Fiber Services AG, Société Electrique Intercommunale de la Côte SA, GA Weissenstein GmbH und EBLT AG als FTTH-Betreiber aufgeführt. Für die konkrete Liegenschaft ist beim zuständigen Netzbetreiber oder Anbieter nachzufragen.

Grenzen der Breitbandatlas-Daten beachten

  • Beteiligung freiwilligNetzbetreiber nehmen freiwillig am Breitbandatlas teil.
  • Nicht gemeldete Betreiber fehlenBetreiber ohne gemeldete Versorgungsdaten erscheinen nicht auf den Karten.
  • Aggregiert pro PlanquadratFestnetzdaten werden pro 250 m × 250 m dargestellt und ohne Gewähr ausgewiesen.
  • Keine verbindliche AdressaussageDas Raster erlaubt keine sichere Aussage zu einer einzelnen Geschäftsadresse.
  • Angaben der BetreiberTeilnehmende Betreiber sind für die Korrektheit ihrer Angaben verantwortlich.

Von der Gemeinde zur konkreten Adresse: Prüfablauf für Unternehmen

  1. Gemeinde prüfenDer Breitbandatlas zeigt den allgemeinen Ausbaustand und die im Gebiet gemeldeten aktiven Anbieter. Auch Swisscom bietet eine interaktive Netzausbau-Karte für Gemeinden und weist darauf hin, dass Gemeinde- und Adressangaben voneinander abweichen können.
  2. Adresse prüfenNutzen Sie den Swisscom-Geschwindigkeitscheck oder den Checker des örtlichen Netzes. Für Basel stellt IWB den «Glasfaserchecker – Ist meine Adresse erschlossen?» und die Liste «Verfügbare Telekomanbieter» bereit.
  3. Mögliche Anbieter kontaktierenAuf dem Basler Glasfasernetz nennt IWB GIB-Solutions, Init7, IWB, Salt, SolNet, Sunrise, vtx und Yallo. Im Kooperationsgebiet von ebs TeleNet AG und Swisscom – darunter Schwyz, Muotathal, Lauerz, Sattel, Steinen, Morschach Dorf, Oberiberg und Unteriberg – werden Wingo, Salt und Sunrise als mögliche Dienstanbieter genannt.
  4. Regionale Auskunft einholenFür das Berner Glasfasernetz bietet ewb einen Verfügbarkeitscheck; ewb.INTERNET ist nur in der Stadt Bern verfügbar. Bei Fragen nennt ewb die Hotline +41 31 321 31 11. Wird eine Adresse im Checker nicht gefunden oder ist das Netz dort nicht verfügbar, verweist ewb auf die Hauseigentümerschaft oder Verwaltung.
  5. Geschäftliche Anforderungen und Gebäude klärenDie St.Galler Stadtwerke bieten Unternehmen Glasfaser, Standortvernetzung und Housing an; Unternehmen können dort Kontakt aufnehmen oder ein Angebot anfordern. Klären Sie mit dem Anbieter, ob FTTO oder FTTH passt und welche Bandbreite, welcher Durchsatz, welche Redundanz und welche GTR benötigt werden.

Die tatsächlich verfügbare Geschwindigkeit und Anschlussart am Gebäudeeingang sind beim Anbieter zu erfragen. Prüfen Sie zudem, ob die Glasfaser bis ins Geschäft geführt ist: Die Infrastruktur muss beim Anbieter und beim Kunden installiert werden. Beziehen Sie die Hauseigentümerschaft ein; standardisierte Anschlüsse erleichtern einen späteren Anbieterwechsel.

Kupferrückbau und Ausbauziele: Warum die Prüfung zeitkritisch ist

Swisscom investiert jährlich rund 1,7 Milliarden und will bis 2035 nahezu der gesamten Schweizer Bevölkerung Zugang zum Glasfasernetz ermöglichen. Nach Angaben des Unternehmens erlaubt dies die Abschaltung des Kupfernetzes und eine deutliche Senkung des Stromverbrauchs.

Für FTTH nennt Swisscom Ausbauziele von rund 50 Prozent im Jahr 2024, rund 57 Prozent im Jahr 2025 und 75 bis 80 Prozent bis 2030. Die Werte beziehen sich auf insgesamt 5,5 Millionen Haushalte und Geschäfte in der Schweiz.

Eine kleine Anzahl von Kunden ausserhalb der Siedlungsgebiete will Swisscom mit Mobilfunk- und Satellitentechnologien versorgen. Das BAKOM ordnet die angepasste Berechnungsmethode im Breitbandatlas in den Kontext des flächendeckenden Glasfaserausbaus und des schrittweisen Kupferrückbaus ein.

Swisscom FTTH-Ausbauziele bis 2035

  1. 2024
    rund 50 % FTTH-Abdeckung
  2. 2025
    rund 57 % FTTH-Abdeckung
  3. 2030
    75 bis 80 % FTTH-Abdeckung
  4. 2035
    nahezu die gesamte Schweizer Bevölkerung mit Glasfaserzugang

Wenn am Standort kein Glasfaseranschluss verfügbar ist

Für schlecht erschlossene Gebiete und als Ersatz bei Festnetzausfällen gibt es WLAN-Verbindungen für feste Standorte. Die Übersicht «WLAN als Ersatz für Festnetzanschlüsse» auf Hochbreitband.ch nennt Antares Kommunikationstechnik AG, GAO, Immensys AG, Mojolan SARL, smaro GmbH, swiss-wlan GmbH und Tele Alpin AG.

Satellitenfunk ermöglicht Breitbandzugang fast überall in der Schweiz, sofern eine unbehinderte Sichtlinie zum Satelliten besteht. Er kann für Unternehmen infrage kommen, wenn das Festnetz zu wenig Bandbreite bietet oder als Rückfalllösung bei einem Ausfall.

Für eine kleine Anzahl von Kunden ausserhalb der Siedlungsgebiete plant auch Swisscom Mobilfunk- und Satellitentechnologien. Prüfen Sie solche Anschlüsse als Alternative, wenn am Standort kein Glasfaseranschluss bis ins Gebäude verfügbar ist.

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