
Kriterien und Rangfolge
Portierung und Wechsel des Telekom-Anbieters in der Schweiz vorbereiten
Notieren Sie Vertragsende, Kündigungsfrist und Mindestvertragsdauer des bestehenden Abos. Sie finden diese Angaben in den Vertragsunterlagen und auf der Rechnung.
Vor dem Wechsel: Laufzeit, Fristen und Netzabdeckung prüfen
Notieren Sie Vertragsende, Kündigungsfrist und Mindestvertragsdauer des bestehenden Abos. Sie finden diese Angaben in den Vertragsunterlagen und auf der Rechnung.
Ein Wechsel vor Vertragsende ist grundsätzlich möglich, kann aber eine Strafgebühr auslösen. Prüfen Sie die Vertragsbedingungen; ein Betrag lässt sich daraus nicht pauschal ableiten.
Prüfen Sie die Netzabdeckung des neuen Anbieters an häufigen Aufenthaltsorten, etwa zu Hause und am Arbeitsplatz. Die Abdeckungskarten finden Sie auf den Websites der Anbieter.
Halten Sie für die Bestellung Vertragsende, Kündigungsfrist, Mindestdauer, Rufnummer und Kundendaten bereit. Vergleichen Sie zudem Netzabdeckung und Vertragsbedingungen.
Rufnummer aktiv lassen: Kündigung nicht selbst aussprechen
Für eine Portierung muss die bestehende Nummer aktiv sein. Kündigen Sie das alte Abo nicht ohne Portierungsauftrag, sonst kann die Nummer am Ende der Vertragslaufzeit gelöscht werden.
Das Vorgehen hängt vom Anbieter ab: Manche neuen Anbieter übernehmen die Kündigung beim bisherigen Provider. Klären Sie vor der Kündigung, wer sie ausführt.
Müssen Sie selbst kündigen, erwähnen Sie ausdrücklich, dass die Nummer portiert werden soll. Verlangen Sie eine Kündigungsbestätigung.
Postpaid oder Prepaid: Portierung unterschiedlich vorbereiten
Bei einem Postpaid-Abo kündigen Sie selbst, falls der neue Anbieter dies nicht übernimmt. Nennen Sie in der Kündigung den Portierungswunsch und verlangen Sie eine Bestätigung.
Übernimmt der neue Anbieter die Kündigung, kündigen Sie nicht zusätzlich selbst. Bei Digital Republic beginnt der Antrag mit der abgeschlossenen Registrierung.
Bei einer Prepaid-Karte von Digital Republic bestätigen Sie die Portierung nach der Registrierung per SMS mit «JA» an 499. Die SMS funktioniert auch ohne Guthaben.
Können Sie die SMS nicht senden, kann der bisherige Anbieter die Abmeldung manuell vornehmen. Bei einem Antrag im Shop kaufen Sie die neue SIM-Karte dort und beantragen gleichzeitig die Portierung; nötig ist ein gültiger Ausweis.
Ausweis, Vollmacht und Vertragsunterlagen bereitlegen
Für die Bestellung benötigen Sie einen gültigen Ausweis. Bei digitalen Anbietern dient er der digitalen Personenidentifizierung.
Im Shop nehmen Sie den Ausweis, die Kündigungsbestätigung und den bestehenden Vertrag mit. Prüfen Sie, ob Name, Adresse, Geburtsdatum und Rufnummer mit den Angaben beim bisherigen Anbieter übereinstimmen.
Für die Nummernübertragung unterschreiben Sie eine Vollmacht. Damit darf der neue Anbieter die Nummer in Ihrem Auftrag übertragen.
Bei digitalen Anbietern bestätigen Sie die Vollmacht in der App oder im Kundenkonto. Solange sie fehlt, kann der Auftrag im Status «Warten auf die Vollmacht» stehen bleiben.
Portierungsauftrag beim neuen Anbieter richtig auslösen
Wählen Sie bei der Bestellung «Nummer behalten» und geben Sie Ihre aktuelle Handynummer ein. Kontrollieren Sie die Angaben vor dem Absenden.
Bei Digital Republic ist die Nummer bei der Bestellung zunächst für die spätere Aktivierung vorgemerkt. Die eigentliche Portierung wird erst bei der Aktivierung ausgelöst.
Bei swype bestätigen Sie den Portierungsauftrag digital in der App und erteilen damit die Vollmacht. Danach kontaktiert der neue Anbieter den bisherigen Provider, kündigt zum nächstmöglichen Termin und sichert die Nummer.
Planen Sie für eine Portierung typischerweise 10 bis 20 Arbeitstage ein. Eine feste Maximaldauer ist nicht vorgegeben; die Anbieter stimmen den Termin miteinander ab.
Zeitrahmen und Erfolgsrate der Portierung
- Maximaldauer
- Keine gesetzlich festgelegte Obergrenze
- Kosten für Kunden
- In der Regel kostenlos
- Häufigste Fehlerquelle
- Falsche Angaben im Formular → Empfangslosigkeit bis zu mehreren Tagen
SIM-Karte, eSIM und Umschalttermin koordinieren
Bestellen Sie SIM-Karte oder eSIM-Profil so, dass sie vor dem Umschalttermin bereitstehen. Bei Digital Republic aktivieren Sie die physische SIM im Kundenportal, sobald sie per Post eingetroffen ist.
Für den Versand einer physischen SIM verlangt Digital Republic eine Schweizer Lieferadresse. Das Gerät muss SIM-Karten-fähig sein und mindestens 4G oder 5G unterstützen.
Bis zum Umschalttermin bleibt die alte Karte in Betrieb. Sie erhalten Informationen zum Termin und zum weiteren Vorgehen.
Bei einer eSIM wird das neue Profil zum Wechseldatum digital aktiviert. Eine physische SIM-Karte wird per Post verschickt.
Ein kleiner Fehler im Formular kann zu tagelanger Empfangslosigkeit führen. Kontrollieren Sie Rufnummer, Kundendaten und bestätigten Termin, bevor Sie den Auftrag absenden.
Welche Nummern sich portieren lassen – und welche nicht
Portierbar sind Schweizer Mobilnummern von Schweizer Mobilfunkanbietern. Beispiele sind Swisscom, Sunrise, Salt, Wingo, M-Budget Mobile, Digital Republic und swype.
Digital Republic übernimmt keine ausländischen Nummern und keine Festnetznummern. Fragen Sie beim gewünschten neuen Anbieter nach, ob er Ihre Nummer übernehmen kann.
Die Rufnummernportierung ist in Art. 32 des Fernmeldegesetzes (FMG) verankert; das BAKOM präzisiert die Anwendung in der Verordnung über Fernmeldedienste (FDV) und eigenen Vorschriften. Der bisherige Fernmeldedienstanbieter muss die Portierung auf Antrag ermöglichen, der neue Anbieter reicht den Auftrag ein.
Für Kundinnen und Kunden ist die Portierung in der Regel kostenlos. Technisch begründete Kosten können weiterverrechnet werden; viele Anbieter verzichten darauf.
Portierungskosten sind von möglichen Kosten des alten Vertrags zu unterscheiden. Bei einem vorzeitigen Austritt kann eine Strafgebühr anfallen; prüfen Sie deren Höhe in den Vertragsbedingungen.
Bei einem Wechsel des Festnetz- oder Internetanschlusses geben Sie beim Bestellen den bisherigen Anbieter und alle Rufnummern an, die Sie mitnehmen möchten. Stimmen Sie die Übernahme mit dem neuen Anbieter ab.
Internet- und TV-Abo-Wechsel getrennt planen
Prüfen Sie Kündigungsfrist und Mindestvertragsdauer des bestehenden Internet- oder TV-Abos vor der Bestellung. Vergleichen Sie auch, ob der neue Anschluss an Ihrer Adresse verfügbar ist.
Stimmen Sie den Wechseltermin auf die Bereitstellung des neuen Anschlusses ab. Halten Sie bisherigen Anbieter und mitzunehmende Rufnummern für die Bestellung bereit.
Mobilfunk-, Internet- und TV-Abos haben eigene Verträge und Termine. Planen Sie die Wechsel separat und koordinieren Sie jeden Termin mit der Bereitstellung des jeweiligen neuen Anschlusses.



